Die „Kräuterheilkunde“ wurde bereits von berühmte Ärzte wie Hippokrates (460 bis 377 v. Chr.), Galenos (129 bis 199 n. Chr.), Avicenna (980 bis 1037 n. Chr.) oder Paracelsus (1493 bis 1541 n. Chr.) erforscht, gelehrt, niedergeschrieben und weiterentwickelt. Paracelsus erkannte, dass die Frage ‚was ist Arzneimittel oder was ist Gift’ im wesentlichen von der Dosierung abhängt: „Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.“ Und dabei sollte daran gedacht werden, dass pflanzliche Mittel weder harmlos noch ohne Risiken sind.
Schon früher waren die Heilkräuter eine wichtige Quelle zur Herstellung von Arzneimitteln. Sie wurden je nach Bedarf aus der freien Natur gesammelt. Dabei war eine genaue Kenntnis über Aussehen und Wirkung der Arzneipflanzen unabdingbar. Denn bei unsachgemäßer Zufuhr der Heilkräuter können schwere Nebenwirkungen auftreten.